Um uns selbst

Die Tage hatte ich einen wunderhübschen Schwindelanfall, wie ich ihn noch nicht erlebt habe. Nicht so ein billiges leichtes Schwanken, eher der Sorte derer, die den eigenen Gang für einen Aussenstehenden aussehen lassen, als hätte man die Nacht durchgesoffen und nach dem Aufstehen sofort weitergemacht.

So unschön das in jenem Moment jedenfalls auch gewesen sein mag, komme ich nicht umhin die Illustration des Umstands zu schätzen, dass es nicht viel bedarf, um die eigenen Sinne durcheinander zu bringen. Sensor 1 muss nur eine andere Messung liefern als Sensor 2 und schwups! entsteht Chaos im so standfesten, eigenen Weltbild.

Eine Unterstreichung dessen, dass alles von Beginn an einzig Interpretation ist, Objektivität eine Farce und Perspektiven die Realität.

Alles nicht geordert und trotzdem serviert. Wie schön.

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