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Stimmen

# thomas

das ist großes blogkino. zumal es ja noch selbst zusammengebaut scheint (technisch). ich ziehe den tropenhut. :)

# Maurice

Oh!
Ja, das ist alles selbst zusammen geschustert.
Merci, thomas.

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Stubenhocker trifft Sonne

Letzen November wurde ich kurzfristig von der besserbesten Hälfte aus der Wohnung verschleppt. 11 Tage — Martinique. Karibik. Sonne. Draußen. Ungewohnt.

Also ab damit in den eigenen Zettelkasten. Als Versatzstücke.

Am Flughafen…

Wer nach der Ankunft auf Martinique noch nicht aus seiner hektischen, eiligen Alltagsmentalität ausbrechen kann oder will, der bekommt kurz nach der Ankunft einen Crashkurs in karibischer Gemütlichkeit. Beim Abholen des absolut notwendigen Mietwagens.

Gegen die Ruhe, die die Angestellten der unterschiedlichen Leihfirmen an den Tag legen, ist ein deutscher Verwaltungsangestellter quasi ein Hyperaktivitätsgestörter.
Auf LSD.

Man hat also genug Zeit, sich an das Gemächliche zu gewöhnen. Viel, viel Zeit.

Ist man irgendwann endlich motorisiert, erfährt man sogleich die eine große Ausnahme aller karibischen Ruhe und Gelassenheit: die Straße. So schnell, wie auf der Insel in allen möglichen und unmöglichen Situationen gehupt, wild gestikuliert und geflucht wird, so schnell hat man nicht auch nur ein einziges Mal Martinique sagen können.

Die Unterkunft

Unser Airbnb-Appartement lag zwischen Le Francois und Le Vauclin im Cap Est. Le Francois und Cap Est sind auf der Insel die Ecken der betuchteren Beké. Die Ecke ist quasi ein Airbnb-Hotspot.

Die Wohnung ist nicht nur hübsch und großflächig, sie bot darüberhinaus einen wunderschönen Meerblick von der Veranda aus. Dank der zahlreichen Kokospalmen im Garte konnte man sofort auftretenden Durst bekämpfen. Frischer geht nimmer.

Mitbewohner

Fast jeden Morgen sonnte sich auf der Veranda oder am Haus mindestens ein Gecko.

Der Kleine schaute immer so kritisch, während ich ihm stets ausgesprochen wild zur Begrüßung zuwinkte.
Ich nannte ihn Richard GrECKO.
Und fand das als Einziger total witzig.

Bisweilen zankte er sich mit seinen Kollegen um diesen wohl besten Sonnenplatz. In der Wohnung selbst hielt ein kleinerer Kollege die Mücken- und Spinnenpopulation in annehmbare Grenzen. Knuffige/s Kerlchen!

Klangvoll

Was einen auf Martinique gleich am ersten Abend irritiert, woran man sich aber ebenso beängstigend schnell gewöhnt, ist das laute, allabendliche Pfeifkonzert.

Urheber sind keine Grillen sondern die Coqui. Kleine Pfeiffrösche wie dieser hier.

Grande Anse des Salines

Les Salines Beach ist ein malerischer Strand im Süden Martiniques. Ein paar Meter weiter findet sich dort auch der namensgebende Salzsee.

Far Cry from…

Habitation Clément

Jardin de Balata

Dieser recht große botanische Garten liegt etwas außer- aber vor allem oberhalb von Fort de France. Nach der sich durch kleinere Ortschaften schlängelnden Ministraße wird man mit viel schöner Flora belohnt.

Slowibri

Point de vue de l’Anse Marigot

La Savane des Esclaves

Die Savane des Esclaves ist eine Art Freilichtmuseum zur Geschichte der Sklaverei auf Martinique. Gilbert Larose hat hier zuerst alleine, später mit seinen Helfern, in mühevoller Kleinarbeit Unterkünfte ehemaliger Sklaven rekonstruiert, welche sich nach Flucht oder Freilassung in den Bergen niedergelassen haben.

Gilbert war hier besonders knuffig. Die Führung wird natürlich nur auf Französisch gegeben, weshalb wir uns eine englischsprachige Broschüre/Ordner haben geben lassen. Gilbert kam nach fast jeder Station noch mal zu uns, fragte ob wir ein bisschen hatten verstehen können und erklärte für uns noch mal ein paar Dinge auf Englisch.

Gilbert hat zu jedem Detail & jeder Pflanze in der Anlage etwas parat

Château Dubuc

Rocher du Diamant

Vor der südwestlichen Küste liegt der Rocher du Diamant still im Meer.

Zum Felsen gibt es eine kuriose Geschichte:
Während der Napoleonischen Kriege besetzten die Briten den Brocken, bauten ihn zu einer Festung aus und behinderten über ein Jahr lang den Schiffsverkehr der Franzosen.

Die Royal Navy führte den Diamant währenddessen als Sloop HMS Diamond Rock ganz offiziell im Schiffsregister.

Fort de France