Blogoffs. Louis CK, Jimmy Wales, Konsum-Ekel

Louis C.K. vertickt sein neues Comedy Special für 5 Dollar digital via PayPal. Bild, Ton, Licht, Luft, das Publikum und der Boden gehören ihm, daher kommt das Zeugs ohne Gitterstäbe (vulgoeuphemistisch: DRM) oder regionale Beschränkungen daher. Vorgester gab er den Zwischenstand bekannt.

12 Stunden nach dem Onlinestellen wurden mit über 50000 Käufen (250000 Dollar) die Kosten für Videoproduktion, Webseite ect. wieder reingeholt. Insgesamt wurden bisher (Stand 13.12.) über 110000 Kopien verkauft, was einer lockeren, halben Million und einem Reingewinn von runden 200000 Dollar entspricht.

This is less than I would have been paid by a large company to simply perform the show and let them sell it to you, but they would have charged you about $20 for the video. They would have given you an encrypted and regionally restricted video of limited value, and they would have owned your private information for their own use. They would have withheld international availability indefinitely. […] I got paid nice, and I still own the video (as do you). You never have to join anything, and you never have to hear from us again.

[…] I learned that money can be a lot of things. It can be something that is hoarded, fought over, protected, stolen and withheld. Or it can be like an energy, fueled by the desire, will, creative interest, need to laugh, of large groups of people. And it can be shuffled and pushed around and pooled together to fuel a common interest, jokes about garbage, penises and parenthood.

beide Male via wirres.net

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Es scheint wieder an der Zeit zu sein, dass Konterfei Jimmy Wales‘ bei jedem Aufruf einer Wikipedia-Seite an oberste Stelle setzen zu müssen.

Der direkte Blick in die Kamera und damit auf den Nutzer sowie die währenddessen angespannt, kneifende Augenpartie sollen möglichst unaufdringlich und freundlich, doch zugleich eindringlich wirken und Wichtigkeit suggerieren.

Und doch kommt mir nach dem jeweils ersten Schrecken stets nur der Begriff Stalker in den Sinn.

Simply, it just creeps me the fuck out!

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Konsum-Ekel die 3495te

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„Der Markenzwieback“? Bestünde ohne diesen Hinweis sonst Verwechslungsgefahr?

Wenigstens „ehrlich“, dass der Hersteller die Mutter aller Werbe“strategie“ direkt ausspricht.
Das ist die Marke. Die kennst du. Kauf sie.

Man würde ja sonst nicht.

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Das Universal-Papier

… also stand ich da und gluckste innerlich minutenlang. Fragte mich, ob das die Verwendung als Isoliermaterial, als Tapete, als Creme, als Kaffeefilter oder … beinhaltet. Muss ja.

Und bei allem sonstigen Werbe- und Rechtswahnsinn erwartete ich eigentlich hinter dem „Universal“ einen Fußnotenvermerk, der auf der Rückseite der Packung universal auflistet, was nicht unter universal zu verstehen ist.
Menschenkinder.

Donnerstag, 15 Dezember 2011

Eine Stimme

Stimme erheben