nichts als nichts

Drupal wurde heute Nacht in den lokalen Käfig gesperrt und musste seinen Online-Platz für nihil räumen. Die Erstellung desselbigen hat länger – sehr, sehr viel länger- gedauert, als ich das vorher gedacht hätte.

Wie geschrieben, kommt vielleicht oder mit Sicherheit nichts Brauchbares heraus. Aber darum geht es auch gar nicht. Intrinsisches Probieren und Versuchen ist sich selbst ausreichender Grund und Rechtfertigung.

Aber nun ist doch etwas herausgekommen. Eine für meine Bedürfnisse ausreichende krude Aneinanderreihung von PHP- und HTML-Zeilen, die letztlich das Schreiben wieder in den Vordergrund stellen. So hoffe ich zumindest. Kein 200 000+ Zeilen starkes System mehr, auf das ich mich unweigerlich mehr konzentrieren muss, statt auf sich darin befindliche Inhalte.

nihil bedeutet momentan in seiner noch taufrischen Form:

  • 1798 Zeilen Code + Template-Dateien
  • ~ 60 kB auf 9 Dateien verteilt + Größe der Templates
  • Einträge als simple txt- oder HTML-Dateien
  • Hierarchische Ordnerstruktur
  • 1483 jener txt-Dateien
  • spürbarer (vielleicht bilde ich mir das auch nur ein?) Geschwindigkeitsanstieg

In Vergleich zu Konstantins Blogracer ist bei nihil zwar ein bisschen mehr „Code zwischen mir und meinem Inhalt„, doch das kann ich mit den Verzicht auf Markdown und meinem rudimentären Eigenbau einer markdown-light-like Syntax1 verkraften.2 Zumal ich schon jetzt während des Tippens merke, wie ungleich „näher“ sich das Bloggen anfühlt:

Editor öffnen. Schreiben. Aus dem Editor heraus per FTP ggf. Ordner erstellen und Datei dort abspeichern. Fertig.

Kein Adminbereich den es gilt passwortgerecht zu betreten, keine tausende Einstellmöglichkeiten. Im Grunde kein Browser. Das ist erfrischend. Vielleicht ist es in Zukunft auch produktiver. Wer weiß.

Dieser Eintrag in nihil-„Oberfläche“

Und bevor das hier noch weiter in die absolute Selbstreferentialität abgleitet, sei ben und Konstantin nochmal deutlich ein Dank ausgesprochen. Nicht nur, weil mir ihr Heimweh und Raser den entscheidenden Schubs gegeben haben, sondern weil sie ebenso meine nihil-Kreisreden ertragen haben. Danke, Jungs.

Und ansonsten sei gesagt, dass hier momentan mit Sicherheit einiges noch nicht so laufen dürfte, wie es sollte. Das liegt in der Sache an sich, auch weil mich die Ungeduld gepackt hat und ich zu früh mit nihil live gegangen bin. Well, so what?

Falls dementsprechend also jemandem Fehler/Kuriositäten auffallen – immer nur her damit.

1 Die eigene Pseudo-Syntax ist nicht annähernd so standfest wie Markdown. Zu ausgefallen bzw. verschachtelt sollte ich hier im Geschreibsel also besser nicht werden.

2 Zumal ich über den Code ohnehin nochmal drüberschauen und möglichst optimieren werde.

Freitag, 28 Januar 2011
cc

6 Stimmen

# Thomas

Graturliere!

(Bin ich jetzt eigentlich der letzte, der noch 200.000 Zeilen zwischen mir und dem Inhalt hat 😉

# ben_

Dann hier nochmal und dieses Mal auch ohne Rechtschreibfehler … herzlich willkommen zurück im Klub. Als nächstes bauen wir lustige Schnittstellen zwischen unseren drei Systemen!

# fym

Wenn man des Nachts in Müdigkeit vergisst zu chmoden, kann das mit den Kommentaren nicht klappen. Aber so erweist sich die Mailbenachrichtung über neue Kommentare zum 1. Mal als hilfreich 😉 Immerhin. Aber solche kleineren Stolpereien waren ja zu erwarten.

So oder so: Merci euch beiden.

@Thomas: Jap. Bestimmt. Und? Fühlst du dich schon ausgegrenzt und abgekapselt? 😉

@ben_: Ja, APIs, Backends und Co! Der Gang aus dem Minimalismus heraus ist ja leider genauso normativ wie der Zwang ihn zu betreten.

# Thoams

Ausgegrenzt, abgekapselt, gemobbed 😉

# wolfgang

Na das ist ja fantastisch… Beim Schnitt-Stellen macht euch schonmal darauf gefasst, dass ich das alles verwenden werde… das muss also kompatibel zu 3+I Systemen (I == Imaginäres System) sein 😉

# Konstantin

Lieber Fym,

herzlichen Glückwunsch und alles Gute zu Deinem Nihil! Es läuft sehr schlank und flott. Und was mich besonders freut: dass Du Nihil schon jetzt zum Laufen gebracht hast. Du hättest ja auch noch länger schrauben können. Aber iterativ macht es mehr Spaß, soviel kann ich von mir selbst berichten.

Diese Stelle ist auch genau richtig, um Dir Danke zu sagen. Auch wenn du etwas länger nihiliert hast, als ich geracert, so sind wichtige Konzepte Deines Nihils in den TxtRacer eingeflossen. Etwa wie Du elegant das Rendern von den Templates getrennt hast.

Und Jungs – Schnittstellen bauen – was für eine Vorfreude. Hab den Racer inzwischen auch so umgebogen, dass er nur darauf wartet sich mit Euch zu vernetzen …

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