Bang-binged on search

Microsoft und „gute Werbung“ oder „erfolgreiche virale Kampagnen“ ist bekanntlich1 so sehr Oxymoron, dass es schon fast wieder Synonym ist. Um ihre Suchmaschine „Bing“ zu pushen, haben sie sich die Tage in die Sendezeit der derzeitigen Teeny-Serie in den Staaten eingekauft. Bei Vampire Diaries lief zu Beginn, noch bevor die Credits durch waren, folgende Szene:

Zwei Mädels. Ein Laptop. Mädel #1 sucht ihre leibliche Mutter(?) und Mädel #2 hat recherchiert:
#2 I found an entry. From the night you were born, patient and birthdate. Isabelle Peterson.
#1 Do you think that’s her real name?
#2 Pregnant teenage runaway? Probably not. First name maybe. But where’d she get Peterson? Classmate? Best friend? So…
Schnitt zum Laptop. Da ploppt der Browser mit geöffneter Bing-Seite auf.
#2 I Binged
[… – und noch ein paar Einstellngen von der Seite]

Soviel Subtilität ist man von Microsoft ja gewohnt,2 aber: wirklich, Microsoft? Wirklich? „Binged„? Zugegeben, ihr habt euch mit dem Namen ansich schon keinen wirklichen Gefallen getan – in allen potentiellen Anspielungen und Interpretationen (nur ein Beispiel, bei dem er sympathisch selbsreflexiv ist). Aber was ginge sonst? „I banged the information“? Na, ich weiß ja nicht…

1 Man erinnere sich nur an die „viral ads“ rund um Windows 7.

2 Obwohl mich das gerade schon zu der These veranlasst: M$ versucht, Sprint Nextel den Spitzenplatz in Sachen dumm-dreistes product placement streitig zu machen.

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