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A Rush and a Push and the Land Is Ours

We conservatives have not done a good enough job of just laying out basically who we are because we make the mistake of assuming that people know. What they know is largely incorrect, based on the way we’re portrayed in pop culture, in the drive-by media, by the Democrat party […]

Rush Limbaugh calls on conservatives to take back nation (CNN)

Was man nicht alles tut, um einer schwächelnden und kränklichen GOP entgegenzuwirken. Perspektiven. Da hat die Erzkonservative in den USA in den letzten acht Jahren eben schlicht nicht ausreichend gezeigt, wer sie eigentlich sind, wofür sie stehen. Anno 2005 meinte Limbaugh im Wall Street Journal stolz:

I love being a conservative. We conservatives are proud of our philosophy. Unlike our liberal friends, who are constantly looking for new words to conceal their true beliefs and are in a perpetual state of reinvention, we conservatives are unapologetic about our ideals.

Rush Limbaugh: Holding Court

„Death tax“, „No Child Left Behind“, „Old Europe“, „Axis of Evil“ und all ihre Freunde, haben damals schon gekichert. Entschuldigen muss man sich für nichts, man nennt es eben anders und dreht im Rückblick die Perspektiven einmal durch den Fleischwolf. Umso ironischer, dass sich die Konservativen in Form der GOP nun vier Jahre später der Herausforderung gestellt sehen, sich oberflächlich – wie ihre demokratischen Gegenparts – neu erfinden zu müssen. Damit hat man aber zum Glück reichlich Erfahrung.

He [Obama] wants people in fear, angst and crisis, fearing the worst each and every day, because that clears the decks for President Obama and his pals to come in with the answers, which are abject failures, historically shown and demonstrated. Doesn’t matter. They’ll have control of it when it’s all over. And that’s what they want

Rush Limbaugh calls on conservatives to take back nation (CNN)

Das muss dann wohl Erkenntnis aufgrund eingehender Selbstreflexion sein. Wie man sowas allerdings von sich geben kann, ohne dabei selbst in schrilles Gelächter ausbrechen zu müssen…?

Desweiteren ist es jetzt, im Zuge der so dringend erforderlichen Mobilisierung konservativer Kräfte im Lande, in Ordnung, ganz offen auf das Versagen des politischen Gegners zu hoffen. Wenn Limbaugh sagt „I Hope Obama Fails“ beschert ihm das Applaus seiner erzkonservativen Zeitgenossen, die sich schon im tiefsten Sozialismus fürchten. Aber das geht in Ordnung, schließlich ist jeder auf der Seite der Wahrheit, nicht wahr? Wer vor einigen Jahren auch nur ansatzweise Kritik an der Bush-Regierung äußerte, wurde gleich zum Landesverräter gestempelt. Wer die Irak-Odyssee zuerst als Fehler, kurze Zeit später gar als ein Versagen höchster Rangordnung abstempelte, war automatisch unpatriotischer Abschaum. Und so weiter. Oh, und so weiter.

Der Gang der perspektivischen Dinge eben. Man muss sie haß-lieben, die Perspektive. Ist schon ein gar knuffiges Ding, von jeder ihrer Seiten aus betrachtet.

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