Realsatire die bewegt (III)

Die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP in Hessen gehen ihren Gang, will heißen:

Gestritten wird außerdem über die von der FDP scharf kritisierte Online-Durchsuchung und die von Innenminister Volker Bouffier (CDU) stets verteidigte automatische Erfassung von Autokennzeichen bei der Fahndung nach Kriminellen. In beiden Parteien hieß es jedoch, dass es keine „Knackpunkte“ gebe, bei denen die Gespräche stocken könnten.

CDU und FDP kurz vor der Einigung (FAZ)

Es wird über Dinge „gestritten“, die letzten Endes keinerlei Bedeutung für die jeweiligen Verhandlungspartner haben. Nichts soll stocken. Soweit, so bekannt.

Doch just in dieser Situation |empfiehlt sich zugleich| meldet sich ein Tauber zu Wort. Peter Tauber, Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen, um genau zu sein.

Die CDU müsse sich fragen, mit welchen Gesichtern sie die Themen erneuerbare Energien und Integration „glaubwürdig“ vertrete. Bei der Besetzung der Ministerposten müssten nicht unbedingt „altgediente Abgeordnete“ zum Zuge kommen, sondern es könnten auch „Quereinsteiger“ sein. […] Als Landesvorsitzender habe Koch den klaren Auftrag, die Partei weiterzuentwickeln: „Da nehme ich ihn beim Wort. Jetzt muss er liefern.“

Mit Blick auf das […] Wahlergebnis von 37,2 Prozent sagte Tauber, dass sich die hessische CDU der Themen erneuerbare Energien und Integration mehr als bisher annehmen müsse.

Na, bestimmt hat er nicht an die bisherige Annahme gerade letzteren Themas im Speziellen gedacht. Wahrscheinlich ging es ihm nur um diese ominösen Quereinsteiger; zwinker- zwinker. Aber gut, dass er bei dieser Thematik aufs Köchlein öffentlich-verbal vertraut. Sozusagen „alles einheitlich“ in der Hinsicht.

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