Klaatu barada stupicto

Und schreit ein Teil der Masse verstärkt ein herzhaftes Keine Remakes mehr! entgegen, kommt prompt in Form von „The Day the Earth Stood Still“ die Antwort Hollywoods. Das versucht folgend damit zu relativieren, dass das Ganze ja kein Remake per se, sondern vielmehr ein Re-Imagining sei. Klar.

Spötter würden es womöglich ironisch finden, dass Keanu Reeves mit der Figur des emotionslosen Außerirdischen endlich seine Rolle gefunden haben könnte, den Film mit dieser an seine Grenzen stoßenden Leistung aber trotzdem keinen Deut besser werden lässt. Hier natürlich nicht. Das Drehbuch vermochte ohnehin nichts zu retten. Gegen derlei uninspirierte Dialoge aus dem philosophischen Phrasenschwein kann kein Darsteller ankommen.

Überhaupt scheint dieses ominöse Buch während der Produktion niemals im Vordergrund gestanden zu haben. Hauptsache das Visuelle verschlägt einem die Sprache; ist beeindruckend. Ist es nicht. Da hat man selbst in den vergangenen Jahren bei Battlestar Galactica um Welten bessere Effekte aus der Blechbüchse bewundern dürfen. Diese Effekthascherei, gepaart mit inhaltlich-visueller Unentschlossenheit (wir sind SciFi, wir sind Weltuntergangs-Kino, wir sind Öko…), ist nicht einmal grundsolide Unterhaltung. Wenn schon nicht die Umsetzung abstößt, würden genau das spätestens die munter aneinandergereihten Handlungsfetzen schaffen, welche versuchen, soetwas wie einen Sinn zu suggerieren.

Es kommt nicht von ungefähr, dass ich bei diesem Titel schon zuvor ständig unterbewusst eine Futurama-Folge im Kopf hatte. Jetzt, nach diesem 2008’er Re-Imagined-Re-Dubbed-Re-Fucked-Up-Remake-Remake lese ich den Film-Titel immer automatisch als The Day the Earth Stood Stupid.

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