nichts im Taschenformat

Seit gestern ist, man hat es an den entsprechenden Stellen bereits vielfach gelesen, die Verordnung zur Pflichtablieferung von Medienwerken an die Deutsche Nationalbibliothek in Kraft getreten. Darunter fallen nun also auch „Netzpublikationen“. Und wie das bei Gesetzgebungen so üblich ist, hat man den ungeschriebenen Vorsatz beibehalten, gegenwärtige Entwicklungen möglichst zu ignorieren und zusätzlich besonders schwammige Definitionen zu formulieren.

Auf der Seite der DNB ist zu lesen:

Welche Netzpublikationen werden von der Deutschen Nationalbibliothek gesammelt?

Zum Sammelgebiet Netzpublikationen gehören alle Darstellungen in Schrift, Bild und Ton, die in öffentlichen Netzen zugänglich gemacht werden. Die Abgabepflicht umfasst sowohl Internetpublikationen mit Entsprechung zum Print-Bereich als auch web-spezifische Medienwerke. Beispiele für Netzpublikationen sind elektronische Zeitschriften, E-Books, Hochschulprüfungsarbeiten, Digitalisate, Musikdateien oder auch Webseiten.

Deutsche Nationalbibliothek, FAQ

Als sei das noch nicht wunder|bar|lich, wird natürlich konsequent nach-konkretisiert. Nicht gesammelt werden sollen „Netzpublikationen, die rein privaten oder gewerblichen Zwecken dienen.“ Genauer geht es einfach nicht. Die Pflicht zur Ablieferung der Inhalte liegt also bei den Bereitstellenden selbiger und abgeliefert werden soll das alles am besten im PDF-Format. Wer dem nicht nachkommt, der wird irgendwann wohl mit Strafen rechnen können/müssen.

Ich will hier ja nicht schwierig sein. Deshalb kann der Inhalt von nichts jetzt schon, sozusagen auf Vorrat, in all seiner Gesamtheit bezogen werden. Als pdf halte ich ihn vorsichtshalber auf Abruf bereit, für die Zukunft. Sicher ist sicher.

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