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»In Bruges«

After I killed him, I dropped the gun in the Thames, washed the residue off me hands in the bathroom of a Burger King, and walked home to await instructions. Shortly thereafter the instructions came through – „Get the fuck out of London, you dumb fucks. Get to Bruges.“ I didn’t even know where Bruges was… … –It’s in Belgium.

Ray

Und man begleitet die beiden Hitmen Ray und Ken während ihres Aufenthaltes in Brügge. Nach dem nicht nach Plan verlaufenen Auftrag in London, sollen sie es dort ruhig angehen lassen. Untertauchen, dabei ein paar Sehenswürdigkeiten genießen. Ken versucht genau das zu tun, muss sich dabei aber ständig über den unruhigen Ray aufregen, der mit der von der Altstadt ausgehenden Atmosphäre und der angestrebten Isolation der beiden Männer wenig anfangen kann und am liebsten ganz woanders wäre.

flickr (CC)

If I grew up on a farm, and was retarded, Bruges might impress me. But I didn’t, so it doesn’t.

Ray

Was des weiteren folgt, ist die Umsetzung eines fantastischen Skriptes. Es lässt die beiden Protagonisten Dialogsalven abfeuern, die einem beim Zuschauen Freude bereiten. Und es ist vielschichtig. Auf einer Ebene vollgepackt mit allerlei schwarzem Humor, ein Feuerwerk an Einzeilern, auf einer anderen eine Charakterstudie, dann wieder ein Drama in Bestform, eine surreale Reise und Treffen noch viel surrealer Personen. Und gleichzeitig über allem ist es zu jeder Zeit fast schon eine Liebeserklärung. Hineingewoben und zusammengehalten wird das alles in ruhigen Bilder und einem anfangs sehr gemächlichen Tempo, dessen Stimmung einen in seinen Bann zieht. Es braucht keine großen Effekte, keine ausgefeilte Schnitttechnik. Es braucht nur seine zwei Protagonisten. Und Brügge.

Überhaupt, die Hauptdarsteller. Ich meide normalerweise Filme mit Colin Farrell wie der Teufel das Weihwasser. Aber hier muss man unumwunden zu Protokoll geben, dass Herr Farrell wohl seine bis dato beste Leistung abgibt. Er hat seinen Charakter Ray wunderbar getroffen, seinen Witz, seinen Charme und seine Tragik.

Purgatory’s kind of like the in-betweeny one. You weren’t really shit, but you weren’t all that great either. Like Tottenham.

Ray

Die übrige Schauspielerriege steht dem ebenso in nichts nach. Allen voran Brendan Gleeson (Ken) und Ralph Fiennes. Sie alle hauchen den Zeilen des Skriptes erst wirklich-unwirkliches Leben und viel Witz ein. So dass es mir am Ende, nachdem ich keine großen Erwartungen hatte, wie Ray geht. Fuckin‘ Bruges.

Prison…death…didn’t matter. Because at least in prison and at least in death, you know, I wouldn’t be in fuckin‘ Bruges. But then, like a flash, it came to me. And I realized, fuck man, maybe that’s what hell is: the entire rest of eternity spent in fuckin‘ Bruges. And I really really hoped I wouldn’t die. I really really hoped I wouldn’t die.

Ray

2 Stimmen

# zwetschgo

Ich fand den Film auch richtig gut. (warum hab ich da bloß nix drüber geschrieben?)

Und falls du ihn noch nicht gesehen hast, sei dir hiermit „Adams Äpfel“ empfohlen. Ein dänsicher Film. Auch sehr skuril. Könnte dir auch gefallen.

# fym

Lohnt sich halt hin und wieder doch, den DWDL-Feed abonniert zu haben: „Adams Äpfel“ kommt am Mittwoch ab 22:55 Uhr auf Arte.

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