„Aber ich habe doch nichts zu verbergen!“

Willkommen. Laut „Stuttgarter Zeitung“ hat die Stuttgarter Volksbank einer Kundin Reinigungskosten in Rechnung gestellt, da deren kleine Tochter vorher auf der Straße in einen Hundehaufen getreten sein und beim gemeinsamen Betreten der Bank den Steinboden beschmutzt haben soll. Die Überwachungskamera sah alles, nahm auf und ermöglichte hinterher die Identifizierung der Kundin, um besagte Rechnung zustellen zu können.

Die Bank fühlt sich im Recht, die Mutter findet deren Verhalten mehr als kleinlich und Datenschützer schlagen zu Recht die Arme über den Köpfen zusammen. Warum letztere eigentlich? Die sollten über dieses anschauliche Beispiel froh sein. Muss man sonst Leuten, die hinsichtlich dieser ganzen Überwachungsthematik nur schulterzuckend ein „Ich habe nichts zu verbergen“ von sich geben, umständlich versuchen zu erklären, worin für sie, gerade als Nicht-Verberger, die Gefahr besteht, hat man nun einen eindringlichen, wie zugleich einfachen, Antwortsatz parat.

Warum ungezügelte Überwachung schlecht ist? Man kann (und wird über kurz oder lang) wegen jedem Scheiß belangt werden.

via [lawblog]

Dienstag, 5 Februar 2008

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