»Three Kings«

Troy: „Are we shooting?“
Soldier: „What?“
Troy: „Are we shooting people or what?“
Soldier: „Are we shooting?“
Troy: „That’s what I’m asking you!“
Soldier: „What’s the answer?“
Troy: „I don’t know the answer! That’s what I’m trying to find out!“

Junge, um 2000 rum muss es gewesen sein, als ich den Streifen im Kino gesehen habe und recht angetan davon war. 8 Jahre später und ich bin noch immer davon angetan, aber die Gründe hierfür haben sich verschoben. Die obigen ersten Worte, die gesamte Anfangssequenz ist nun ein einziger Schlag in die Magengrube. Und es sind nicht mehr Sprüche wie „… Yeah, it’s all cow“, die das Meinungsbild zum Großteil formen. Die Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit ist zwar nett, aber auch nicht mehr bestimmend. Es sind die vielen kleinen Einstellungen und Szenen, die mir damals nichts oder nur sehr wenig gesagt haben und einfach vorüberzogen.

Die Szene, in der drei der Protagonisten einen Bunker stürmen, um an kuwaitische Goldbarren zu kommen: während sich die drei ihren Weg zum Gold zwar vorerst ohne Blutvergießen bahnen, gehen sie mit den anwesenden Soldaten der ehemals gegnerischen Seite, die sich mit allerlei westlicher Unterhaltungselektronik die Zeit vertreiben, alles andere als friedlich um. Und in all diesem von Geldgier getriebenem Chaos hält der Charakter von Ice Cube inne, starrt auf einen der laufenden Fernseher und quittiert das darauf zu sehende Rodney King-Video mit einer zwischen Verwunderung und Abscheu schwankenden Gestik und Mimik.

Dinge, die Eindruck machen und in Erinnerung bleiben; unscheinbare kleine Dinge.

Eine Stimme

Stimme erheben