Danke, Leben!

Bei einer dieser 90’er-Jahre-rückblickend-billig-betrachtet-Shows erschrocken festgestellt, wieviel Müll der frühen Jugendjahre sich in den Jahren in den Synapsen festgesetzt hat. Ob nun sinnlose Liedtexte, bedeutungslose Namen oder nicht unwichtigere Begebenheiten: kaum wahrgenommene „Informationen“ sind noch nach Jahrzehnten relativ problemlos abrufbar.

Wahrscheinlich nur ein weiterer Teil dieser zynischen Existenz: Die Blütezeit der eigenen Aufnahmefähigkeit ist zugleich die Zeit der größten Abwesenheit eigenen Charakters und einer damit wie auch immer gearteten zielgerichteten Informationsfilterung. Vertane Chancen. Danke, Leben.

Eine Stimme

# zwetschgo

das war weder in den 70ern noch in den 80ern noch irgendwann davor anders, nur, dass die Flut an sinnlosen Informationen ständig anwächst und das selektieren dementsprechend schwieriger wird, zumal das ja gar nicht trainiert wird.

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