Tropfen. Viele.

Die Vorlesungszeit kann seit Freitag als beendet betrachtet werden. Klausur geschrieben, es stehen nur noch Mündliche und zwei, drei Hausarbeiten an. Aber um von dieser schrecklich selbstreferentiellen Kurzeinleitung unbeholfen zum eigentlichen Gegenstand zu schwenken… Moi hat nun etwas mehr Zeit. Das bedeutet folglich:

Mich in den vergangenen zwei Tagen, nachdem ich es schonmal vor einigen Jahren versucht habe und kläglich scheiterte, endlich einigermaßen intensiv mit Drupal beschäftigt, woran die prominente „Werbung“ von ben_ sicherlich nicht ganz unschuldig ist. Ist eigentlich recht gefällig. Sehr mächtiges CMS, das allerdings meinen simplen Verstand geradezu erschlägt. WordPress hat konditioniert, da kann die Verinnerlichung drupaleigener Termini schonmal etwas länger dauern. Gestern eine Stunde damit zugebracht, eine — so meinte ich zumindest — simple Einstellungssache zu handhaben: Die Nicht-Anzeige der Abrufe einer Seite, eines Artikels ect. Flugs Anzeigeneinstellungen geändert und die Funktion ansich deaktiviert. Aber: Nullreaktion. Hätte mir vorher jemand sagen können, dass sich die Einstellungen nur auf neue Einträge beziehen und nicht auf ältere auswirken?

Bei den etwas spezielleren Wünschen stößt man als Anfänger leicht an seine Grenzen, fragt sich zumindest sehr schnell, warum die FAQ-Sektion auf der deutschen Drupalseite so vergleichsweise kurz ausfällt und das Benutzerhandbuch dem nicht gerade weit nachsteht. Die englischsprachigen Quellen sind da weitaus ergiebiger. Aber das ist man z.B. als WordPress-Nutzer ohnehin schon gewohnt und hat es verinnerlicht.

Eingewöhnungsphasen sind schrecklich und interessant zugleich. Und ich glaube, dass ich allmählich den Dreh herausbekomme. Zumindest nicht mehr so planlos in der großen Drupalwelt umherirre. Mal schauen, sollte ich jemals die bisher nicht wirklich genutzte Top-Level-Domain hier mit etwas cms-artigem verschandeln wollen, es wird wohl aller Voraussicht nach von Drupal geschmiedet sein.

Und nun auf zum Themesystem. Wird sicher lustig.

3 Stimmen

# ben_

Da freue ich mich aber, dass ich noch ein bischen meiner Lehraufgabe behalten haben. Ich selber bin ja seit vorgestern wird auf WordPress unterwegs, aber wie, wie, wie gesagt: nicht weil es das bessere System wäre. Und nachdem ich gestern abend versucht habe, etwas eigentlich ganz einfaches mit WordPress zu machen, das in Drupal total schön und sauber zu lösen wäre, hab‘ ich den Rückwechsel auch schon ein bischen bereut.

Und meine Einsicht bleibt bestehen und hoffentlich Dir ein Ansporn: Drupal ist das sauberste und schlankeste und vernünftigest PHP OS WCMS. Da lass ich nichts drauf kommen. Es ist noch lange nicht perfekt aber es Webcontentmanagement konsequenter weitergedacht, als alle anderen Systeme.

# fym

Den erneuten Wechsel kann ich verstehen (übrigens kommt das momentane Gesicht deines Blogs meiner Schwäche für Minimalismus wunderbar entgegen).

„Einfach“ Bloggen wollen, da würde ich WordPress wohl immer vorziehen. Sei es, weil es eben speziell darauf ausgelegt ist (die eigentliche Qualität einmal vernachlässigt) und/oder weil ich mich nach den paar Jahren darin einfach sicherer fühle. Flugs ein Blog aufsetzen oder anpassen, geht dort viel schneller von der Hand. Bei Drupal, so zumindest mein Eindruck, müsste man dafür schlicht mehr Zeit investieren, auch wenn man schon gut mit dem System vertraut ist.

Halt die ewige Crux eines allround vs. spezialisierten Systems.

# ben_

Danke überigens für das Layout-Lob. Obwohl der Minimalismus gewollt ist, ist der doch eher so aus der Not heraus geboren. Ich wollte ein Theme von Grund auf machen, und habe alle Templates (außer den Kommentaren) erstmal leer gemacht und neu geschrieben. Das ist notwendigerweise erstmal minimal.

Bald gibt es aber mehr – hoffentlich aber immernoch minimalistischer.

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