»Keine Personalabbaupläne.«

„Es gibt absolut keine Personalabbaupläne“ tönte der Finanzvorstand der ProSiebenSat.1 Media AG Lothar Lanz im vergangenem Dezember im Zuge der Übernahme durch KKR & Permira. Gut, soviel dazu. Zumindest jetzt gibt es sie. Sat.1 treffen die Sparmaßnahmen und laut DWDL.de soll mitunter jeder vierter Mitarbeiter betroffen sein. An Formaten wird gespart, Magazine fallen weg. „Die Hauptnachrichten um 18:30 Uhr bleiben erhalten“ und Boulevard wird bei „Blitz“ weiterhin gesendet. Zusammengefasst also: Boulevard bleibt, wird nur zeitlich stärker fokusiert.

Ob der nun überhastete Weggang des Nachrichtenchefs Kausch als eigenständige Reaktion darauf zu sehen ist, wie im Artikel vermutet, ist unerheblich. Mit Nachrichten haben die Programme der Privaten seit Jahren allenfalls die Oberfläche gemein, nur die Form. Wenn die Aktionen der neuen Anteilseigner nun tatsächlich der sprichwörtliche letzte Tropfen gewesen sein sollten — eine Besorgnis vor dem „künftigen Mangel“ — bleibt nur festzuhalten: Alle Moderatoren, Mitarbeiter et al. der Sender bitte einmal zwangsweise zum Realitätscheck, anschließend noch einmal die journalistische Schulbank drücken. Mindestens.

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