Eng. Enger. Fußball.

Das kommt davon, wenn man die eigenen Gebote vernachlässigt — auf dem Weg zum Einkauf in der Bahn dank der vom Stadion kommenden Menschenmengen Sauerstoffmangel befürchten, eingeklemmt sein und zwangsweise eine Station weiterfahren müssen. Diesmal zum Glück nicht den nützlichen Musikspieler vergessen, so dass einem wenigstens hochtrabende Diskussionen erspart bleiben. Im Supermarkt das gleiche Spiel, nach dem Spiel. Blaues Einerlei wird kurzzeitig durch hereinkommende ’96er gebrochen, die ihre Liebe zur Mannschaft lautstark intonieren. Die blau-weißen Schalträger bleiben unbeeindruckt, belächeln das Grüppchen lautlos. Man gönnt es dem Verlierer, diesen kurzen Akt des Aufbaus.

Auf dem Weg zurück, wenigstens jetzt die Gebote befolgend, wieder zahlreiche Gelegenheiten sich über die Anhänger des Sports zu wundern, da auch jetzt noch dessen Massen einem entgegenkommen. Die ungewöhnlich hohe Anzahl zerbrochener und auf dem Gehweg zerstreut herumliegender Bierflaschen setzt dabei Zeichen. Ist Fußball nicht etwas Schönes?

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