Tschirp

Hier zwitschert es bisweilen schon des Nachts ab drei vor dem Haus munter durcheinander, was die diffizile Balance eines Nachtmenschen wie mir von Zeit zu Zeit stärker irritieren kann. Quartiert sich auch noch ein besonders lauter gefiederter Kollege in absoluter Hörweite, kann das ein bisschen nervig sein, sofern sich der stationäre Nachtschwärmer ausnahmsweise doch einmal früher ins Bett werfen möchte.

Was lese ich aber heute bei heise?

Schon länger hatte man beobachten können, dass die Singvögel in Städten seltsamerweise zunehmend Nachts zu zwitschern beginnen.

Richard Fuller, einer der Wissenschaftler, sieht in der Studie einen Beleg dafür, dass „die Verstädterung subtile Folgen hat und dass Vögel ihr Verhalten anpassen, um einige dieser Probleme zu lösen“. […] Mit den durchwachten Nächten verbrauchen sie mehr Energie und sind dadurch höherem Stress ausgesetzt.

Singvögel in Städten werden nachtaktiv

Schlechtes Gewissen ob meiner dezenten Genervtheit, aber umgehend. Ab sofort können die kleinen Sänger von mir aus auch direkt vor meinem Fenster sitzen und mir ihr Leid klagen. „Durchwachte Nächte“, hoher Stress und nächtliche Melancholie, da muß ich einfach solidarisch sein.

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