»If you walk through the garden…«

by: http://flickr.com/photos/piero/

The Wire – das steht für schlechte Einschaltquoten und wenig kommerzielle Beachtung.

The Wire steht andererseits für das Beste, was momentan im Bereich Drama auf irgendeinem Fernseher oder Leinwand zu finden ist. Und es steht für das Beste, was wohl auch in nächster Zeit dort zu finden sein wird.

Die komplexen Handlungsstränge setzen auf ausführliche Exposition, Charakterentwicklung und allmähliche dramatische Entfaltung, die allesamt ihre eigene Erzählgeschwindigkeit verlangen und glücklicherweise auch bekommen. Genug Zeit und Raum also für eine mehr als beißende Gesellschaftskritik, die ohne erhobenen Zeigefinger auskommt und eine beklemmend-melancholische Atmosphäre verströmt.

Eine Ausnahme in der heutigen TV-Landschaft: Mit jeder Staffel wirkt die Serie runder. Noch besser. Eine konstante Steigerung, die der Art mitunter alle Staffeln als Teil eines Gesamtdramas zu konzipieren, zu verdanken ist und ohne die von HBO gelieferten Vorraussetzungen sonst wohl nur schwerlich umzusetzen gewesen wäre.

Dienstag, 31 Oktober 2006

Eine Stimme

Stimme erheben