House, M.D.

„House“ läuft ja seit kurzem auch im dt. Fernsehen. Daher sei es hier kurz erwähnt. Nicht, weil ich davon nun ein Fan oder ähnliches wäre, dafür ist es mir zu sehr „auf Effekt getrimmt“. Einfach, weil man sich ab und zu gut eine Folge davon anschauen kann, ohne allzuviel dabei nachdenken zu müssen.

Die Serie mag einiges an Anspielungen & Intertextualität (im Finale der 2. Staffel besonders offensichtlich) beinhalten. Was sie für mich aber zu keinem must see macht, ist das Schema der Folgen. House wird auf einen Patienten aufmerksam, dessen Zustand ihn interessiert, daraufhin werden mehrere Behandlungsmethoden durchgeführt, die nicht wirken – woraufhin, in den letzten paar Minuten, House von einer Epiphanie getroffen wird und so einen weiteren gelösten Fall sein Eigen nennen kann.

Das ist, wie geschrieben, das grundlegende Muster einer jeden Folge. Ansich nicht weiter ungewöhnlich, nach solch einem Folgenrezept werden schließlich mehr oder weniger alle Serien gebacken, aber hier wird nicht einmal versucht, das Grundgerüst ab und an zu modifizieren oder dem Zuschauer zumindest das Erkennen zu erschweren. Im Verlauf der Serie hat man es zwar versucht – mehr Augenmerk auf die Charaktere und ihre Relationen – aber damit nicht viel erreicht.

Was die Serie aber in meinen Augen für zwischendurch brauchbar macht, sind die über eine Folge verteilten Kommentare des kleinen Misanthropen umständehalber. Das ist zwar von der Methodik her auch nicht viel besser als obiges, bietet jedoch einen gewissen Unterhaltungswert – ab und zu eben.

Von daher: Ruhig reinschauen, wenn man denn Zeit hat. Auch wenn nur für diesen einen Teil der Gesamtkonzeption.

House: This is our fault. Doctors over-prescribing antibiotics. Got a cold? Take some penicillin. Sniffles? No problem. Have some azithromycin. Is that not working anymore? Well, got your Levaquin. Antibacterial soaps in every bathroom. We’ll be adding Vancomycin to the water supply soon. We bred these super bugs. They’re our babies. Now they’re all grown up and they’ve got body piercings and a lot of anger.

House 1×04 – Maternity

House: Let me guess… inflammatory bowel.
Santa: Wow, yeah. Is it that bad?
House: Yes. It’s also written on your chart. Bloody diarrhea, gas, pain… took sulfasalazine, but it didn’t work –
Santa: No, then I –
House: Next tried steroid enemas, oral corticosteroids, 5ASAs, 6 mercaptopurine… I’m impressed.
Santa: By my medical history?
House: By how well your last doctor charted.
Santa: It’s one thing to have to go to the bathroom every hour, but when the kids sit on my lap, it’s…. The store sent me home, they’re gonna fire me. Can’t you put me back on 5ASA? Maybe it’ll work this time?
House: Not likely. I’m giving you a prescription. It’s cheap, which is good because your insurance company won’t pay for it. [He gives Santa a prescription, who puts on his glasses to read it. ]
Santa: [tries to read House’s writing ] Cojorius?
House: Cigarettes. One twice a day, no more, no less. Studies have shown that cigarette smoking is one of the most effective ways to control inflammatory bowel, plus it’s been established that you look 30% cooler.
Santa: Are you kidding me?
House: About the looking cooler, yeah. The rest is true.
Santa: Isn’t it addictive and dangerous?
House: Pretty much all the drugs I prescribe are addictive and dangerous. The difference with this one is that it’s completely legal. [He turns to leave. ] Merry Christmas.

[quelle] House 1×05 – Damned if you do

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