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Stimmen

# Joël

Ein schlechtes Beispiel? Keine falsche Bescheidenheit! Das hier ist großartige Arbeit. Ich find es wunderbar. Schöner Text und netter Song!

# ben_

Ich kann mich da nur Joël anschließen. Diesmal hast Du Dich selbst übertroffen. Sowohl in der Tiefstapelung als auch im Artikel. Das ist perfekt. Nichts anderes.

# arne

meine Vorredner haben ja schon alles gesagt. Wirklich fantastisch :)

Am meisten Spaß macht mir gerade das Kommentierne. Selbst der Kommentarbereich ist so fantastisch... selbst der Kommentarbereich...

# fym

Ich danke euch (auch wenn ich das natürlich gaaanz anders sehe und das keine Tiefstapelei ist) :)

Was mir bei dieser ersten Bühne frei-Runde aufgefallen ist: Normalerweise ist der Zeitraum, zwischen Idee, Text und Umsetzung eines igA ein recht kurzer. Hier, mit Deadline, war es ein geradezu unangenehm langgestreckter. Der Song und das oberste Hintergrundbild standen schon fest, noch bevor man sich auf einen gemeinsamen Veröffentlichungstermin festgelegt hatte. Und so blieb es dann lange Zeit auch. Zwischenzeitlich hatte ich in Prokrastination von der Prokrastination noch einen anderen igArtikel begonnen und veröffentlicht. Dieser Eintrag hier blieb bis zum 28. Februar unverändert. Alles kam erst in den letzten paar Stunden vor der Deadline vorbei.

Ich habe das Gefühl, ich müsste den Adams abwandeln. "I find deadlines strange. The whooshing sound they make at their impending arrival."

Was dieser erste Bühne frei-Durchgang darüberhinaus in mir bekräftigt hat: Wie wunderbar ich-bezogen Musik als Erlebtes doch ist. Was ein jeder damit verbindet und wie kurios das doch auf andere wirken kann. Ein wahres und ein wahrer Moment eben. Wundervoll.

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Life goes on

Manchmal reflektieren sie die schillernsten Farben des Sonnenlichts und kein Staubkorn scheint an ihnen haften zu können.
Noch häufiger klafft ein Loch in ihrer Mitte, Risse ziehen sich der Länge und Breite nach hoch, runter und quer, während sich einzelne Stücke nahe des Lochs noch verzweifelt an ihren Aufhängungen festklammern, um nicht in die Tiefe zu stürzen. In den meisten Fällen sehen die Fensterscheiben jedoch wie folgt aus: normal. Hier ein bisschen staubig, dort ein kleiner Kratzer, vielleicht da ein Fleck. Über allem zusätzlich ein leichter, kaum auszumachender Streifenfilm, an dem die übermäßigen und häufigen Reinigungsversuche der inneren Bewohnern nicht ganz unschuldig sind.

So schauen sie aus. Unsere Lebensfenster.
Wenn wir schauen, dann einzig durch sie hindurch. Vielleicht wichtiger, enthält unser Anblick dessen, was außerhalb des Fensters liegt, stets als Unter- und mehr noch als Hintergrund unser Spiegelbild. Im und durch das Fenster, sehen wir uns selbst. Und wie schrecklich ernst wir doch alles nehmen.

Im Blick ist ein Leben im Nichts. Und welche Herrlichkeit wohnt unserem tragischen und glücklichen Blick inne; das Paradoxon des Zeitlichen. Unser Blick ist selbst nur Moment, während in ihm wiederum unzählige Momente liegen: lange und qualvolle, traurige, fröhliche, geradezu verschwenderisch kurze, absurd melancholische, fast schon obszön ausgelassene. Sie in aller ihrer Vielfalt zu genießen, zu erleben und erfahren, sie zu verinnerlichen und nie mehr loszulassen - am Ende werden wir uns von unserem Lebensfenster abwenden müssen, ungewollt oder gewünscht, vielleicht dankbar dafür.

Wie auch immer sich dies gestalten wird, das allein weiß genau jene paradoxe Zeitlichkeit. Und sie behält es für sich. Aber für diesen einen - ihren — Zeitpunkt bleibt uns durch Fensterscheiben Zuschauenden nur der Trost, dass wir jeden Moment in all seiner möglichen bildlichen, emotionalen, auditiven Intensität erfahren haben, uns erinnern, dass wir währenddessen in uns gespürt haben. Etwas. Nichts. Alles. Und auch das wird nichtig werden, wenn sich Dunkelheit vor und um uns erhebt.

Darin liegt die Kostbarkeit. Im Dunkel und unseren damit untergehenden, schillernden Erinnerungen. Eben: in jeglichem Moment.

Zur Erinnerung. In Musik.

Take your time / Today, there's just today

Dieser Eintrag ist ein schlechtes Beispiel für die Aktion "Bühne frei?". Die folgenden Blogs zeigen mit ihren Einträgen, wie es besser gemacht wird:
~ anmut und demut - "David Eugene Edwards – Straw Foot"
~ Coldheat – "3 MCs and 1 DJ"
~ Codecandies – "Superdiscount"
~ Joël Adami – "Translunar"
~ Markus Freise - "Liebe in Zeiten der Schwerelosigkeit"
~ Oliver - "I have forgiven in Jesus"

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