Nur eine Meta-Schlampe. Wiederholt. Verspätet.

Vor ein paar Tagen aus Lust, Laune und Ablenkung nach langer Zeit Dr. Horrible's Sing-Along Blog herausgekramt. Anstatt aber das Musical selbst, stattdessen die DVD-Extras angeschaut, die ich komischerweise zuvor habe links liegen lassen. Das wurde nun als mit Verspätung erledigt. Und was soll ich sagen? Ich liebe "Commentary! The Musical". Eine simple Idee, eine wunderbare Umsetzung. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Macher darauf mehr Zeit und Energie verwendet haben, als auf die eigentlichen ~45 Minuten der Show.

Unhappy Hipsters

Hach! "Unhappy Hipsters - It's lonely in the modern world."

[via Ligne Claire, anmutunddemut]

Soll ich Ihnen 'ne Kleine nach oben schicken?

J.D. Salinger wird nun von niemandem mehr gestört.

one more drop

You need one more drop of poison and you'll dream of foreign lands

The Pogues. The Sick Bed Of Cuchulainn.

(c) as in CopyrightCommonsAttribution-? Aw, what the fuck.

Jaron Lanier macht die deutsche Verlegerrunde (im wahrsten Sinne) und so strahlt einem heute ein weiteres kurzes Interview mit diesem so genannten Pionier entgegen. Nun eben in der Onlineversion der SZ.

Ich verstehe immer noch nicht, was der Mann nun letztlich überhaupt will. Alles was ich aus seinen Worten weiterhin herauslesen kann, ist der Grundtenor, dass er unsere dunklen, menschlichen Schatten, Allgemeinplätze im Grunde, vor dem Hintergrund des Internets aufbereitet, sich dieser annimmt und vor ihnen in geradezu fahrigen Versatzstücken so etwas wie… ja, warnen möchte? Was daran nun so bahnbrechend sein soll, dass es eine Interview-Tour rechtfertigt, verstehe wer will. Sei's drum. Ich will im Grunde dieses Interview auch gar nicht sezieren. Es wäre vergebene Mühe.
Was mir allerdings - nicht zum ersten Mal - aufgefallen ist: Die erstaunliche Flexibilität von Quellangaben zum verwendeten Lanier-Bild bei FAZ und SZ. Erstere verwendet es je im Interview mit-, wie auch im Text von Lanier, Letztere im oben verlinkten Interview.

Kontrolle

Ich sitze, doppelt versunken, in der Bahn auf ihrer Fahrt in und durch den Tunnel, als ich aus naher Ferne die Stimme vernehme. Kontrolle. Mechanisch krame ich das Semesterticket aus der Brieftasche, halte es dem vor mir stehenden, diesem kopflosen, doch tönenden, Körper entgegen, ohne mit den Augen aufzublicken. Der Körper entfernt sich von mir, ich packe den Ausweis weg. Die Bahn hält, ich steige aus ihr und zugleich der Verklärung und Versenkung. Überlege rückblickend und meine Gedanken selbst überstürzend, was da gerade geschehen ist.

—hat der Körper sich mit laminiertem Papier ausgewiesen…? Ich glaube nicht— ach, bestimmt! die kopflose Körperschaft muss doch, sollte es müssen… braucht aber nicht, wenn sie nicht muss—

Blogoffs

Ja, spinn ich denn? Opera versteht wirklich noch nicht transform:rotate()? Komme mir gerade vor, als hätte ich den Internet Explorer geöffnet. Schlimm, so eine vorauseilend-geerbte Rückständigkeit. Technik halt.

Beim angestrengten Stand auf der rollenden Treppe streifen die Blicke zum wiederholten Male die Installation. Eine Zeitachse der Natur- und Klimageschichte bis zur heutigen Zeit, welche sich in Rohrform über die gesamte Vertikale der Haltestelle am Siegfriedplatzes erstreckt, nebst beschrifteter Bebilderungen.

Klangvolle Namen haben die Macher des Naturkundemuseums Bielefeld dort über die Zeitangaben drucken lassen. und nachts saukalt, Brennend heiß und ähnliche, schrecklich auf der Zunge zergehende, Attribute werden dort für die zurückliegenden Zeitabschnitte gefunden. Erst in unserer Neuzeit wird es sprachlich angenehmer, geradewegs paradiesisch.

Während meine Blicke also diese Textversätze überfliegen, kommt mir die schreckliche Erkenntnis: Das Naturkundemuseum Bielefeld ist von Kreationisten unterwandert. Die Zeitachse am Siegfriedplatz als christlich-gläubige Indoktrination! Denn Obacht, meine Mitverschwörungstheoretiker, unter dem Deckmantel des historischen Siegfrieds wurde hier Subtiles geschaffen. Denn schauet, alles "v. Chr." ward unausstehlich, geradezu höllisch. Jedoch, meine Jünger, wandte sich erst mit seiner Ankunft alles zum Besseren, wurde herr-lich.

Diabolisch! Seid also gewarnt. Haltet die Augen offen.

Den Begriff "Biopause" heute zum ersten Mal gelesen.
Biopause. Biopause.
Ich fände ihn ansich eigentlich recht knuffig, aber im Arbeitsumfeld besitzt er schreckliche, sprachvergewaltigende Ausmaße. Als würde saftige Sprache auf den Kompost der Euphemismen gelegt, um allmählich von ihnen zersetzt zu werden. Und am Ende dieser schrecklichen Kette von Auflösungen entstünde ein dünner Lösungssatz, in dem nicht einmal mehr Spuren irgendwelcher nährender Stoffe zu finden sind.

Kurz in eigener Sache: Das Semantic-Weblog-Modul ist nun auch hier auf den neuesten Stand gebracht und die Darstellung von Assoziationen bzw. Begriffsrelationen aktiviert. Es gibt bisher noch nicht viele von ihnen zu sehen und es wird wohl auch noch eine ganze Zeit lang dauern, bis alle nachgetragen worden sind.
Weil ich ohnehin aufgrund deren Integration auf den Begriffsseiten rumwuseln musste, habe ich auch kurzerhand die Aufmachung der Teaserbilder aktualisiert (z.B. auf dieser Seite unten im Auswahlzufall zu sehen).

Ich liebe das Geräusch des unter den Schuhen knirschenden Schnees.
Ich weiß nicht, was das für sadistische und/oder merkbefreite Autofahrer sind, die einen hüftabwärts zumatschen. Aber ich weiß, dass ich sie deshalb weder liebe noch hasse.


Werbeplakat im Discounter meiner Wahl. des Zwangs.

Ich vermute ja, dass die Gestaltung solcher Plakate den gemeinen Lohnsklaven vorbehalten sein wird. Ansich wäre diese Nicht-Aufmachung eines Plakates ideal - sie suggeriert schließlich das Billige - aber so ganz stimmig ist es nicht, wenn ich das richtig fühlend sehe.

Inhaltlich lese ich so sehend in Relation zur jeweiligen Bezugsebene: einmal das wohl beabsichtigte "Wieder Preise auf Dauer gesenkt"; dann doch "Wieder Preise auf gesenkt Dauer" und schließlich manches Mal "gesenkt Preise auf Dauer Wieder". Ich bin stets angewidert und verwirrt, obwohl Potential für lyrisches Moment in den Buchstaben liegen könnte.

"Gestalterisch" frage ich mich, warum man den diagonalen Textstrich von links nach rechts, von unten nach oben zieht, wo doch die Preise fallen sollen? Nur damit das "gesenkt" unter dem steigenden, sprichwörtlichen Ast steht?

Und nun frage ich mich, warum ich soviele Gedanken an ein widerliches inhaltliches wie niederes Einerlei vergeude? Menschenkinder.

Brandheiße Info, aber bitte noch nicht weitersagen: Apple wird den treuesten iPad-Anhängern spätestens mit Beginn der 3. Generation eine Deluxe-Variante anbieten.
Das iPat.
Es besitzt alle alten Funktionen der bis dato veröffentlichten Revisionen, an der Hardware wurde aber ein bisschen geschraubt.

Apple ist seinen Schäfchen immerhin stets zu Dank verpflichtet.

Das Bild des iPads stammt natürlich von Apple. Der andere Teil entstammt disem Bild Hector Alejandros auf flickr.

Bestimmter Zufall

  • Merkelabsurdum

  • Eingelesene Auslese

  • marks of a sick culture (II)

  • Personalpronomina fühlen sich fürnutzt